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Goethes Folgen - Ein Liederstrauß
nach Gedichten von Johann Wolfgang von Goethe – für jeden etwas, ein bunter Abend, ein Potpourri also? Weit gefehlt... Wir waren selbst überrascht, mit welch spielerischer Leichtigkeit Goethes Dichtung die Gegensätzlichkeiten selbst so verschie-denartiger Komponisten aus anderthalb Jahrhunderten zu einer Gesamt-wirkung, einem Ganzen zu bündeln vermag. Wie nach Hugo Wolfs rätselhaftem "Phänomen" Ludwig van Beethovens herzlich-naives "Neue Liebe, neues Leben" heraussprudelt, als sei es gerade gestern und nicht schon vor 150 Jahren komponiert worden. Farbigkeit und Abwechslungsreich-tum sind in unserer Programmkomposition nicht populistischer Missgriff sondern ein Angebot an unser Publikum, mit den vielen Facetten der Folgen Goethes vertraut zu werden. [more]

Robert Schumann: Freisinn (op. 25, 2)
Othmar Schoeck: Herbstgefühl (op. 19a, 1)
Hugo Wolf: Phänomen
Ludwig van Beethoven: Neue Liebe, neues Leben (op. 75, 2)
Franz Schubert: Meeres Stille (D 216)
Robert Schumann: An die Türen will ich schleichen (op. 98a, 8)
Franz Schubert: Erster Verlust (D 226)
Hugo Wolf: Blumengruß
Ludwig van Beethoven: Wonne der Wehmut (op. 83, 1)
Robert Schumann: Singet nicht in Trauertönen (op. 98a, 7)
Othmar Schoeck: Dämmrung senkte sich von oben (op. 19a, 2)
Michael Gees: Gegenwart (op. 7)
Franz Schubert: Wandrers Nachtlied (D 768)
Carl Loewe: Erlkönig (op.1, 3)
Michael Gees: Gesang der Geister über den Wassern (op. 7)
Alphons Diepenbrock: Der Fischer
Hugo Wolf: Anakreons Grab
Othmar Schoeck: Nachklang (op. 19b, 1)
Carl Loewe: Lynceus, der Türmer, auf Fausts Sternwarte
Hans Pfitzner: Mailied (op. 26, 5)
Franz Schubert: Versunken (D 715)
Franz Schubert: Jägers Abendlied (D 368)
Carl Loewe: Wanderers Nachtlied (op. 9, H. 1, 3a)
Franz Schubert: Hoffnung (D 295)
Hugo Wolf: Frühlings übers Jahr
Hugo Wolf: Der Rattenfänger
Edvard Grieg: Zur Rosenzeit (op. 48, 5)

Christoph Prégardien, Tenor
Michael Gees, Klavier

"... Die beiden Künstler hatten Mut. Üblicherweise setzen sich Lieder-abende aus Komponistenblöcken zusammen – fünf Mal Schubert, fünf Mal Schumann beispielsweise. Hier aber gab es eine meist reizvolle Mischung. Einem herben Schubert folgte ein poetisch feiner Hugo Wolf, oder Carl Loewes edle Musiksprache wurde mit Hans Pfitzners hoch fliegender Spätromantik verbunden. Fülle der Gefühle, man wurde aus stimmungsvollem Dunkel schnell ins helle Licht der Liebe geführt. Und alles Goethe. ...”
Lübecker Nachrichten


"... Auch der Komponist Gees entfaltet in "Gegenwart" monumentale Akkordsäulen, bindet die Melodie in den Klavierpart ein; greift auf zeitgenössische Klangsprache zurück, ohne dabei antiquiert zu wirken. In seinem "Gesang der Geister über den Wassern” arbeitet er mit barocken Naturbildern, immer sehr virtuos plastisch ausgearbeitet, dabei verständlich bis populär, aber nicht platt. ...”
Kölnische Rundschau

"... Pianists – even famous ones – usually receive a perfunctory line in reviews of song recitals. But Gees is a magnificent, imaginative "accompanist” – my favourite living one, by a long shot. A prodigiously talented musician, Gees also composes, plays jazz and does other sorts of impro-vising. This creativity animated his Lieder playing: Gees played each song as if he were discovering it for the first time – or composing it on the spot. Here, for once, was a full partner to the singer – yet Gees never drowned out the voice or let the texture get to thick. ...”
National Post, Toronto