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Grundton C
Als Kind kam ich aus einer einmal gewählten Tonart nicht gut wieder ´raus. Ich wollte auch gar nicht. Ich hatte schon immer einen monomanisch-minimalistisch-monochromen Zug. Ich steh´ auch lieber spazieren, statt spazieren zu gehen. Mich fasziniert das Verweilen, das Detail unter der Lupe der Aufmerksamkeit und das, was man dann sieht. Die Entwicklungsmöglichkeiten eines Samenkornes zum Beispiel, die Kraft, die es zum Baum heranwachsen lässt, kurz, das Unsichtbare. Beim Abend in C ist es zu hören.

Ein Programm des schleichenden Wachstums, eine Dramaturgie der verschwiegenen Anverwandlung – meine Lieblingsdramaturgie.

J. S. Bach: Präludium und Fuge C-Dur (WC I.)
J. Haydn: Sonate C-Dur (1798)
L. v. Beethoven: 32 Variationen c-moll
M. Gees: Schamlos (op. 30)
L. v. Beethoven: Sonate C-Dur (op. 53, Waldsteinsonate)

"... Beethoven wäre begeistert gewesen, seine Sonate C-Dur op. 53 (Waldstein) so zu erleben, wie Michael Gees sie darbot...”
Westfälischer Anzeiger